Förderpreis der Agrarwirtschaft "Z"


Foto: Natalie Färber

Dr. Eva-Marie Meemken, Harm Böckmann und Thiemo Buchner haben den Förderpreis der Agrarwirtschaft 2017 erhalten. Die agrarzeitung (dfv Mediengruppe) vergibt diese Auszeichnung jährlich an besonders engagierte und erfolgreiche junge Talente im Agribusiness. Eine schon renommierte Wissenschaftlerin, die die sozio-ökonomischen Zusammenhänge verstehen will und die Auswirkungen von Nachhaltigkeitsstandards unter die Lupe nimmt, ein kreativer Wurstnerd, der mit seinem Start-up Tierwohl entlang der Wertschöpfungskette transparent macht und gleichzeitig eine leckere Salami anbietet, sowie ein Technikfan, der mit kleinen vernetzten Robotern die Landwirtschaft revolutionieren möchte.
Die Themen der drei Preisträger, die auf dem traditionellen Gala-Abend der agrarzeitung (az) in Hannover ausgezeichnet wurden, sind sehr unterschiedlich. Die Jury zeigte sich beeindruckt von dem vernetzten Denken, dem Blick über den Tellerrand und dem Bestreben, sich für eine nachhaltigere Zukunft einzusetzen, sowie der praxisnahen Herangehensweise der drei Talente.



Nina Zimmermann

Nina Zimmermann (2014)

Durch Skandale wie Dioxin im Futter oder Nitrofen im Getreide wird das Vertrauen der Verbraucher immer wieder erschüttert. Nina Zimmermann will die Wertschöpfungskette sicherer machen. „Das Qualitätsmanagement ist auf den einzelnen Ebenen bereits recht genau, es fehlt aber noch ein konsequenter Austausch zwischen den einzelnen Akteuren“, sagt sie. Die 31-Jährige, die bei der RWZ-Genossenschaft Rhein-Main in Hanau das Qualitätsmanagement verantwortet, promoviert über das Thema und entwickelt neben ihrem Beruf seit drei Jahren an der TU München ein praxisnahes Konzept für eine Plattform im Getreide-Qualitätsmanagement. Entstehen soll eine elektronische Schnittstelle vom Landwirt über den Agrarspediteur und den Handel bis zur Lebensmittelindustrie über eine App und QR-Codes. „Beide Lösungen sorgen für mehr Transparenz und vor allem für Kosteneinsparungen“, sagt Zimmermann. Immer noch würden viele Daten von Hand eingetragen, was zeitaufwendig und fehleranfällig sei.