Förderpreis der Agrarwirtschaft "R"


Foto: Grégory Weisert

Saskia Strutzke hat den Förderpreis der Agrarwirtschaft 2018, der mit 9.000 Euro dotiert ist, erhalten. Die agrarzeitung (dfv Mediengruppe) vergibt diese Auszeichnung jährlich an besonders engagierte und erfolgreiche junge Talente im Agribusiness. Strutzke konnte sich bei den Gästen des Gala-Abends der agrarzeitung, die erstmals in diesem Jahr über den Preisträger abstimmen durften, gegen Ines Ruschmeyer und Jonas Kiefer durchsetzen. Die drei Favoriten, die zuvor von einer hochkarätig besetzten Jury aus den Bewerbungen für den Förderpreis der Agrarwirtschaft ausgewählt wurden, haben sich und ihr Projekt in einem „Elevator Pitch“ präsentiert.



Tobias Roeren-Wiemers

Tobias Roeren-Wiemers (2012)

Nach seiner Masterarbeit über Agrarökonomie an der Universität Göttingen wird Tobias Roeren-Wiemers den elterlichen Schweinemast- und Ackerbaubetrieb übernehmen. Gleichzeitig treibt er in seiner Heimat Lichtenau ein ehrgeiziges Projekt voran. Zusammen mit mehreren Landwirten plant er den Bau eines bäuerlichen Bürgerwindparks in Lichtenau. „Die Wertschöpfung aus Windenergie soll in unserer Gemeinde bleiben", sagt Roeren-Wiemers. Für sein Konzept muss er viel Überzeugungsarbeit bei den Gemeindeverantwortlichen und den Bürgern, die sich an diesem Projekt mitbeteiligen sollen, leisten und den Nutzen erklären. Darüber hinaus engagiert sich der Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Fachschaft der Universität Göttingen, baute das E-Learning Projekt "Ilias" mit auf und erklärt als Tutor seinen Kommilitonen die Ökonomie und die Ressourcenpolitik. Ferner reist er gern in andere Länder und hat Praktika sowie Auslandssemester in Lettland, Schottland und Kanada gemacht.

Josef Roider

Josef Roider (2013)

„Mein Ziel ist es, in erster Linie ein hervorragender Landwirt zu werden“, sagt Josef Roider. Mit dem herausragenden Abschluss auf der höheren Landbauschule Rotthalmünster und einem 100-ha-Betrieb samt angegliedertem Lohnunternehmen befindet er sich auf einem guten Weg. Schon seit Längerem störte ihn während der Körnermaisernte, dass die Maisspindeln als wertvolle Reststoffe ungenutzt bleiben. Nach zwei Jahren Tüftelei erntet er mit seiner patentierten und TÜV-geprüften Technik „COB Collect“ parallel zum Körnermais 15 Kubikmeter Spindeln pro Hektar. „Für die Landwirte ist das eine weitere Ertragsquelle von der Ackerfläche“, erklärt der 23-Jährige. Die Spindeln lassen sich als Brennmaterial, Dämmstoff oder Einstreu verwerten. Erste Heizkraftwerke haben die Ware bereits abgenommen. Darüber hinaus experimentiert der Landwirt und Lohnunternehmer mit Gülle, Pumpen am Feldrand und Schleppschläuchen, um die organische Düngung bodenschonender und wirtschaftlicher zu machen.