Förderpreis der Agrarwirtschaft "P"


Foto: Grégory Weisert

Saskia Strutzke hat den Förderpreis der Agrarwirtschaft 2018, der mit 9.000 Euro dotiert ist, erhalten. Die agrarzeitung (dfv Mediengruppe) vergibt diese Auszeichnung jährlich an besonders engagierte und erfolgreiche junge Talente im Agribusiness. Strutzke konnte sich bei den Gästen des Gala-Abends der agrarzeitung, die erstmals in diesem Jahr über den Preisträger abstimmen durften, gegen Ines Ruschmeyer und Jonas Kiefer durchsetzen. Die drei Favoriten, die zuvor von einer hochkarätig besetzten Jury aus den Bewerbungen für den Förderpreis der Agrarwirtschaft ausgewählt wurden, haben sich und ihr Projekt in einem „Elevator Pitch“ präsentiert.



Anna Izabela Piasecka

Anna Izabela Piasecka (2009)

Anna Izabela Piasecka ist 1981 in Slupsk/Polen geboren, hat an der Fachhochschule in Flensburg Betriebswirtschaft studiert und arbeitet für die Agravis Raiffeisen AG. Mit gerade mal 25 Jahren hat Piasecka für ihren Arbeitgeber in Polen ein Joint Venture im Landhandel aufgebaut. Die Diplomkauffrau musste zunächst eine bestehende Tochtergesellschaft in Polen sanieren. Das Ergebnis: Mehrere Standorte wurden geschlossen und 20 Mitarbeiter mussten gehen. Zuvor regelte sie die Gründung des Joint Ventures und den Anteilsverkauf von 50 Prozent an die Osadkowski SA, den polnischen Partner der Agravis AG. Dank ihres Sprachtalents ging alles in Deutsch und Polnisch vonstatten. Piasecka war von Januar 2007 bis Mai 2009 Geschäftsführerin der neu gegründeten Osadkowski Raiffeisen mit Sitz in Wrzesina/Polen. Agravis hat die 28-Jährige im Juni 2009 in die Zentrale nach Münster geholt und mit der operativen Leitung von Tochter- und Beteiligungsgesellschaften betraut.

Jana Püttker

Jana Püttker (2013)

Jana Püttker möchte reale Bilder aus Schweinställen in die Schule bringen. Sie ist seit drei Jahren als Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) in Damme tätig und vermittelt sowie begleitet unter anderem Schweinehalter bei Medienanfragen. Ihr wichtigstes Ziel: „zu Wort kommen“. Vor allem, wenn es um emotional geführte Debatten über Tierhaltung geht. So hat die 29-Jährige ein Projekt angestoßen, das ganz früh ein Verständnis für die Landwirtschaft wecken soll: Gemeinsam mit der Landakademie, dem Verein information.medien.agrar (IMA) und dem ISPA-Institut der Universität Vechta entwickelt sie den „Virtuellen Schweinestall fürs Klassenzimmer“. Sie nutzt dafür neueste Medienkanäle, die auf Whiteboards, den elektronischen Schultafeln, funktionieren. Über ein ansprechendes E-Learning-Modul könnte sachlich über die moderne Tierhaltung informiert werden – und diese „Marktnische“ will Püttker besetzen.