Förderpreis der Agrarwirtschaft "N"


Foto: Natalie Färber

Dr. Eva-Marie Meemken, Harm Böckmann und Thiemo Buchner haben den Förderpreis der Agrarwirtschaft 2017 erhalten. Die agrarzeitung (dfv Mediengruppe) vergibt diese Auszeichnung jährlich an besonders engagierte und erfolgreiche junge Talente im Agribusiness. Eine schon renommierte Wissenschaftlerin, die die sozio-ökonomischen Zusammenhänge verstehen will und die Auswirkungen von Nachhaltigkeitsstandards unter die Lupe nimmt, ein kreativer Wurstnerd, der mit seinem Start-up Tierwohl entlang der Wertschöpfungskette transparent macht und gleichzeitig eine leckere Salami anbietet, sowie ein Technikfan, der mit kleinen vernetzten Robotern die Landwirtschaft revolutionieren möchte.
Die Themen der drei Preisträger, die auf dem traditionellen Gala-Abend der agrarzeitung (az) in Hannover ausgezeichnet wurden, sind sehr unterschiedlich. Die Jury zeigte sich beeindruckt von dem vernetzten Denken, dem Blick über den Tellerrand und dem Bestreben, sich für eine nachhaltigere Zukunft einzusetzen, sowie der praxisnahen Herangehensweise der drei Talente.



Cosima-Karolin Niehoff

Cosima-Karolin Niehoff (2010)

Cosima-Karolin Niehoff arbeitet als Beraterin für die LMS Landwirtschaftsberatung in Rostock. In drei Jahren will sie gemeinsam mit ihrer Schwester das Gut Bütow, den 1.500 ha großen Betrieb ihrer Eltern, übernehmen. Ein Master in Nutztierwissenschaften, das DLG-Traineeprogramm, zahlreiche Auslandsaufenthalte und ihr politisches Engagement in der Landjugend sorgen für Vielseitigkeit. Die 26-Jährige schaut gerne über den Tellerrand, um für den Betrieb neue Impulse zu bekommen. "Heutzutage ist es weniger wichtig, den letzten Zentner Weizenertrag aus der Fläche rauszukitzeln. Es kommt darauf an, gut zu vermarkten", sagt sie. Die Produkte verlassen möglichst veredelt den Hof. Diversifizierung ist auch für das Gut Bütow wichtig. Aus Mais und Gras machen die Niehoffs Biogas und Milch. Weizen und Roggen werden in der eigenen Brennerei zu Schnaps verarbeitet und ein Teil des Getreides wird als Z-Saatgut vermarktet. Ein Drittel der Fläche dient dem Kartoffelanbau.