Förderpreis der Agrarwirtschaft 2006


Foto: Natalie Färber

Die 'agrarzeitung' (az) zeichnet jedes Jahr die besten Nachwuchstalente der Agrarbranche mit dem Förderpreis der Agrarwirtschaft aus. Dank der Unterstützung namhafter Sponsoren fördern wir die besten Talente mit einem stattlichen Preisgeld. Drei kluge Köpfe haben die unabhängige Jury mit ihren Ideen überzeugt. Die Preisträger des Jahres sind: Stefanie Bröring, Frank Gagel und Timo Schleßelmann (v.l.n.r.).



Stefanie Bröring

Stefanie Bröring

Vielfalt ist Stefanie Brörings Stärke. In ihrer Doktorarbeit stehen interdisziplinäre Ansätze für innovative funktionelle Lebensmittel im Mittelpunkt. Dafür hat sie mehr als 50 zukunftsweisende Projekte aus Agribusiness, Biotechnologie, Pharma- und Lebensmittelindustrie ausgewertet. Konsequent baut sie sich über Praktika ein Netzwerk in Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette von Lebensmitteln. Dabei reicht das Spektrum von Saatgutvertrieb über Agrarwerbung bis zum Lebensmittelmarketing. Die Niedersächsin ist auch international engagiert. So zog es sie zum Studieren nach Rotterdam und ins neuseeländische Auckland sowie zu Praktika nach Großbritannien und Irland. In Kanada fand sie ein Forschungsnetzwerk, um ihre Idee von einer Doktorarbeit über das Innovationsmanagement für pflanzliche, funktionale Inhaltsstoffe in Lebensmitteln zu verwirklichen. Ihr ehrgeiziges Ziel ist es, an der Schnittstelle von Innovation und Marketing in der Agrarwirtschaft zu agieren.

Frank Gagel

Frank Gagel

Frank Gagel ist Agrarhändler aus Überzeugung und hat sich kontinuierlich zum professionellen Getreidehändler weiterentwickelt. Mit 28 Jahren leitet er bereits das mittel- und osteuropäische Getreidehandelsgeschäft der Firma Almos im bayerischen Nittendorf. Erst kürzlich kam die neu eröffnete Almos-Tochtergesellschaft in der Ukraine zu seinen Aufgaben hinzu. "Das Getreidegeschäft habe ich von der Pike auf gelernt", sagt der gebürtige Niedersachse und verdeutlicht. Dabei steckt der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann seine Ziele grundsätzlich hoch: "Wenn ich mir etwas vornehme, dann bin ich ehrgeizig", beschreibt er seine Motivation. Früh habe er in der Ausbildung gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Das habe ihn darin bestärkt, eine führende Aufgabe im internationalen Agrarhandel anzustreben. Den Weg dahin ebnet er sich durch kontinuierliche Weiterbildung. Sein nächstes Ziel ist, das Masterstudium "Supply Management" berufsbegleitend abzuschließen.

Timo Schleßelmann

Timo Schleßelmann

Timo Schleßelmann ist Landwirt mit Unternehmergeist. Der engagierte Schweinemäster bewirtschaftet im niedersächsischen Godenstedt einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Schweinemast. Seine Vorliebe für Computer verbindet Schleßelmann mit seinen ehrgeizigen Plänen in der Schweinemast. Am Anfang war es nur eine einfache Excel-Version. Für den Schweinebestand mit 1.500 Plätzen programmierte er inzwischen einen professionellen Schweinemastplaner, den der 25-Jährige mittlerweile an mehr als 80 Betriebe verkauft hat. Neben seiner Software unter dem Namen " Agromast" bietet er zusätzlich den kompletten Service von der Beratung bis zur Auswertung an. Schleßelmann hebt die einfache Handhabung bei gleichzeitig hoher Effizienz hervor: Nutzenmaximierung eben, ein betriebswirtschaftliches Kalkül. Ein Werkzeug vom Praktiker für den Praktiker. In Zukunft will er seine Software auch für Bullen- und Geflügelmäster erweitern, um sein Kundenpotenzial zu erhöhen.